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Glossar

 

A

 
AIDS

Abkürzung für „Acquired Immune Deficiency Syndrome“, übersetzt erworbenes Abwehrschwäche-Syndrom; Endstadium einer HIV-Infektion

AIDS-definierende Erkrankungen

Bestimmte Infektionskrankheiten (opportunistische Infektionen) oder bösartige Tumore (Kaposi-Sarkom), die typischerweise bei AIDS auftreten

Analverkehr

Einführung von Penis, Hand, Fingern oder Sexspielzeug in den Anus (After, Hintern)

Antikörper

Abwehrstoffe, die als Reaktion des körpereigenen Abwehrsystems (Immunsystem) auf eine Ansteckung mit Krankheitserregern gebildet werden
(HIV-Test)

ART - Antiretrovirale Therapie

Medikamentöse Behandlung, die die Vermehrung des HI-Virus hemmt

B

 
Bakterien

Erreger vieler verschiedener Erkrankungen

Bestätigungstest

Untersuchung im Labor, wenn der erste
HIV-Test positiv ausgefallen ist, um dieses Ergebnis zu bestätigen

C

 
Candida

Hefepilz, der Erkrankungen hervorrufen kann (opportunistische Infektionen)

CD4-Zellen

Spezielle Form von weißen Blutkörperchen; werden auch T-Helferzellen genannt; sind wichtiger Bestandteil des Immunsystems

Chlamydien

Bakterien, die eine Entzündung an Schleimhäuten (z.B. Harnröhre, Scheide, Analbereich, Mund- und Rachenraum) verursachen können; gehören zu den
sexuell übertragbaren Infektionen

Cholesterin

Lebenswichtiger, vom Körper gebildeter Stoff; zu hohe Werte können zur Gefäßverkalkung und zu hohem Blutdruck führen

Compliance

Konsequente Einnahme von Medikamenten zum richtigen Zeitpunkt, in der richtigen Menge (Dosis) und in der richtigen Form (Therapietreue)

Chronisch

Lang andauernd, dauerhaft

D

 
DGE

Abkürzung für Deutsche Gesellschaft für Ernährung

Diabetes

Zuckerkrankheit

Dosis

Menge eines Medikaments

E

 
Enzym

Eiweißstoff

Epidemie

Zeitliche und örtliche Häufung einer Krankheit

Ejakulat

Samenerguss; enthält Spermien und Samenflüssigkeit

Entry-Inhibitoren

Übersetzt „Eintrittshemmer“; Wirkstoffklasse der HIV-Therapie (ART). Diese Medikamente verhindern, dass das
HI-Virus an die T-Helferzelle andockt und in sie eindringt

F

 
Fixkombinationen

Mehrere Wirkstoffe in einer Tablette

G

 
Gonorrhö

Auch „Tripper“ genannt. Infektion der Schleimhäute (häufig der Harnröhre, aber auch Enddarm, Mund- und Rachenraum), gehört zu den
sexuell übertragbaren Infektionen

H

 
Heim-Tests

HIV-Tests für zuhause. Sind in Deutschland nicht zugelassen, werden aber im Internet angeboten. Diese Tests liefern oft falsche Ergebnisse und sind daher nicht zuverlässig

Hepatitis B

Leberentzündung, verursacht durch das Hepatitis-B-Virus

Hepatitis C

Leberschädigung, verursacht durch das Hepatitis-C-Virus

Herpes genitalis

Infektion der äußeren Geschlechtsorgane durch das Herpes genitalis-Virus; gehört zu den sexuell übertragbaren Infektionen

HIV

Englischsprachige Abkürzung für das menschliche Abwehrschwächevirus („Human Immunodeficiency Virus“)

HIV-Enzephalopathie

Krankhafte Veränderungen des Gehirns, verursacht durch das HI-Virus

HIV-Infektion

Infektion mit dem HI-Virus

HIV-positiv

Nachweis von Antikörpern gegen das
HI-Virus im Blut. Es liegt eine HIV-Infektion vor

HIV-PEP

Abkürzung für
HIV-Post-Expositions-Prophylaxe

HIV-Post-Expositions-Prophylaxe

Vorbeugende, kurzfristige Behandlung mit einer HIV-Therapie über einen kurzen Zeitraum, um nach einem möglichen Kontakt mit dem HI-Virus eine Ansteckung zu verhindern

HIV-Test

Untersuchung des Bluts auf Abwehrstoffe (Antikörper), die als Reaktion des körpereigenen Abwehrsystems (Immunsystem) auf eine Ansteckung mit dem HI-Virus gebildet werden. Fälschlicherweise oft als AIDS-Test bezeichnet

HIV-Therapie

Medikamente, die die Vermehrung des
HI-Virus hemmen

HI-Virus

Menschliches Abwehrschwächevirus; abgekürzt HIV

Humane Papillomaviren (HPV)

Verursachen verschiedene Erkrankungen; gehören zu den sexuell übertragbaren Infektionen; können Gebärmutterhalskrebs verursachen (Zervixkarzinom)

I

 
Immunsystem

Körpereigene Abwehr, macht von außen eingedrungene Krankheitserreger wie Bakterien und Viren unschädlich

Integrase

Vom HI-Virus gebildetes Enzym, um die eigene Erbinformation in die T-Helferzelle einzubauen

Integrase-Inhibitoren

Wirkstoffklasse der HIV-Therapie (ART). Diese Medikamente hemmen die Integrase und verhindern damit, dass das HI-Virus seine Erbinformationen in die T-Helferzelle einbauen kann

Interaktion

Wechselwirkung

J

 

K

 
Kaposi-Sarkom

Bösartiger Tumor der Blutgefäße in der Haut; gehört zu den
AIDS-definierenden Erkrankungen

Kombinationstherapie

Behandlung mit mehreren Medikamenten gleichzeitig

Kondom

Wichtigster Bestandteil der Safer Sex-Maßnahmen zur Verhütung einer HIV-Infektion und anderen
sexuell übertragbaren Infektionen und zur Schwangerschaftsverhütung

L

 
Latenzphase

Zweites Stadium der HIV-Infektion; Stadium ohne Symptome

Lymphatisches Gewebe

Teil des Immunsystems

Lymphom

Bösartiger Tumor des lymphatischen Gewebes

M

 
Mutationen

Veränderungen; Fehler bei der Vermehrung der HI-Viren, Ursache von Therapieresistenzen

N

 
Nachweisgrenze

Idealerweise sollte die Virusmenge im Blut so niedrig sein, dass der Viruslast-Test die Viren nicht mehr erfassen kann. Das ist bei derzeit verfügbaren Testverfahren der Fall, wenn weniger als 20 Viruskopien in einem Milliliter Plasma vorhanden sind.1 Man spricht dann von einer Viruslast unter der Nachweisgrenze

Nicht-nukleosidale Reverse-Transkriptase-Inhibitoren

Hemmen das Enzym Reverse-Transkriptase direkt

NRTIs

Abkürzung für Nukleosidale Reverse-Transkriptase-Inhibitoren

NNRTIs

Abkürzung für Nicht-nukleosidale Reverse-Transkriptase-Inhibitoren

Nukleosidale Reverse-Transkriptase-Inhibitoren

Werden als falsche, funktionsuntüchtige Bausteine in die T-Helferzelle eingeschleust und verhindern so deren Umprogrammierung durch das HI-Virus

O

 
Opportunistische Infektionen

Erkrankungen, die von Erregern verursacht werden, die die Gelegenheit des geschwächten Immunsystems des HIV-Patienten ausnutzen, sich unkontrolliert vermehren und die betroffenen Patienten lebensgefährlich bedrohen können

Oralverkehr

Umgangssprachlich: „blasen“, „lutschen“, „lecken“; sexuelle Stimulierung der Scheide, des Penis oder Anus mit dem Mund

Osteoporose

Abnahme der Knochendichte, Knochenschwund

P

 
PI

Abkürzung für Protease-Inhibitoren

Pneumocystis carinii

Krankheitserreger, Parasit; verursacht opportunistische Infektionen vor allem in der Lunge

Pneumokokken

Bakterien, die eine schwere Lungenentzündung verursachen können

Primärinfektion

Akute HIV-Erkrankung; tritt ca. drei bis sechs Wochen nach der Ansteckung mit dem
HI-Virus auf und äußert sich mit grippeähnlichen Symptomen

Protease

Vom HI-Virus gebildetes Enzym, um aus den in der T-Helferzelle gebildeten Virusbestandteilen neue HI-Viren herzustellen

Protease-Inhibitoren

Hemmen das Enzym Protease

Puls

Herzschlagfrequenz

Q

 

R

 
Reverse Transkriptase

Vom HI-Virus gebildetes Enzym, um die Erbinformation der T-Helferzelle umzuprogrammieren

Reverse-Transkriptase-Inhibitoren

Hemmen das Enzym Reverse Transkriptase, mit dem das HI-Virus die Erbinformation der T-Helferzelle umprogrammiert. Unterschieden werden nicht-nukleosidale Reverse-Transkriptase-Inhibitoren (NNRTIs) und nukleosidale Reverse-Transkriptase-Inhibitoren (NRTIs)

S

 
Safer Sex

Englischsprachiger Begriff für geschützten Sex. Umfasst Maßnahmen, mit denen eine HIV-Infektion sicher verhindert werden kann

Salmonellen

Bakterien, die eine schwere Magen-Darm-Infektion hervorrufen können

Sexuell übertragbare Infektion

Sammelbegriff für Erkrankungen, die durch Geschlechtsverkehr übertragen werden

Sperma

Samen, Samenflüssigkeit

Symptome

Krankheitszeichen

T

 
T-Helferzellen

Spezielle Form von weißen Blutkörperchen; werden auch CD4-Zellen genannt; sind wichtiger Bestandteil des Immunsystems

Therapieresistenz

Bezeichnet die Situation, wenn im Laufe der Behandlung Krankheitserreger gegen die Medikamente widerstandsfähig geworden sind, und die Therapie nicht mehr wirkt

Therapietreue

Konsequente Einnahme der Medikamente zum richtigen Zeitpunkt, in der richtigen Menge (Dosis ) und in der richtigen Form (Compliance)

Toxoplasmen

Krankheitserreger; gehören zur Gruppe der Parasiten und verursachen die Toxoplasmose

Toxoplasmose

Sammelbegriff für Erkrankungen, die durch Toxoplasmen hervorgerufen werden. Gehört zu den opportunistischen Infektionen

Tripper

Umgangssprachlicher Ausdruck für Gonorrhö. Gehört zu den sexuell übertragbaren Krankheiten.

Tuberkulose

Infektionskrankheit vor allem der Lungen; wird durch Bakterien verursacht

U

 

V

 
Vaginalverkehr

Einführung von Penis, Hand, Finger oder auch eines Sexspielzeugs in die Scheide

Viren

Krankheitserreger

Viruslast

Zahl der HI-Viren pro einem Milliliter (ml) Blut

W

 
Wirtszellen

Zellen eines Lebewesens, die Viren zur Vermehrung benötigen, da Viren keinen eigenen Stoffwechsel haben

X

 

Y

 

Z

 
Zervixkarzinom

Gebärmutterhalskrebs

Zytomegalie

Erkrankung, die durch Zytomegalie-Viren hervorgerufen wird